| Ziele und Aufgaben |
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Der Verein hat seine Wurzeln in dem Bedürfnis, jenen Kindern/Jugendlichen/jungen Erwachsenen eine Zukunftsperspektive zu verschaffen, welche bis zum Zeitpunkt ihres Einzuges auf dem Solveigs Hof in ihrer Umgebung oft nur in geringem Maße die Möglichkeit hatten, sich positiv zu entfalten. Aus langjähriger Erfahrung heraus, wollen wir versuchen, jedem Kind/Jugendlichen/jungen Erwachsenen nach unseren Kräften nachträglich eine Untermauerung für eine menschenwürdige Zukunft zu geben. Hierbei gehen wir von der Vorstellung eines gesamtheitlichen Menschenbildes aus, welches beinhaltet, daß ein einzelner Mensch sowohl Individuum, als auch Teil eines gesamtgesellschaftlichen Gefüges ist. Jeder Mensch hat das Recht, sich gemäß seinen individuellen Anlagen und Fähigkeiten zu entwickeln. Wir gehen davon aus, daß diese Entwicklung durch die geisteswissenschaftlich fundierte Waldorfpädagogik Dr. Rudolf Steiners sinnvoll aktiviert und gefördert werden kann. Die Lebensgemeinschaften sind daraufhin konzipiert, handwerkliche und künstlerische Erziehung zu realisieren. Eine vielseitige Palette an Möglichkeiten steht zu pädagogisch - therapeutischen Zwecken zur Verfügung: Malen, Aquarellieren, Plastizieren, Holzwerken, Handarbeiten, Spinnen, Stricken, Weben, Färben, Töpfern usw.. Auch die Musik wird intensiv gepflegt. Zur Entfaltung vielfältiger musikalischer Seelenqualitäten wird jedem Kind/Jugendlichen/jungen Erwachsenen die Möglichkeit geboten, ein eigenes Instrument zu erlernen, z. B. Geige, Leier, Flöte, Cello usw.. Dazu arbeiten wir mit geeigneten Musikpädagogen/therapeuten zusammen. Regelmäßige Übungszeiten gehören zum Tageslauf, ebenso wiederkehrende, die ganze Gemeinschaft verbindende Singabende. Unsere chorisch-musikalischen Bemühungen finden ihre Höhepunkte in den großen Festen des Jahres. Einen festen Platz im wöchentlichen therapeutischen Angebot der Einrichtung haben die Sprachgestaltung, die Heileurythmie und die Bothmergymnastik. Unsere regelmäßigen Kinderbesprechungen geben die Grundlage dafür, welches Kind/Jugendlicher/junger Erwachsener epochenweise in die Maßnahmen gegeben wird. Unsere Vorstellung von heilsamer Pädagogik beschränkt sich aber keineswegs auf diese Maßnahmen. Durch die verschiedensten Arbeitsbereiche kann unseren Betreuten der ursächliche Zusammenhang von Leben und Arbeiten erfahrbar gemacht werden: Auf diese Weise schließt sich für unsere Kinder/Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein erfahrbarer Kreis, welcher die Gesundung und die Vorbereitung auf ein zukünftiges Integrieren in die Gesellschaft ermöglichen soll und/oder die Möglichkeit gibt, einen besonderen, diesem individuellen biographischen Vorhaben entsprechenden Lebensweg, einzuschlagen, auch wenn er z. Bsp. am Rande der gesellschaftlichen Bedingungen verläuft. Etwas versteckter liegen unsere Bemühungen, den Menschen auf unseren Höfen eine unverfälschte, gesunde Ernährung zu bieten, um hiermit körperlichen Krankheiten vorzubeugen und bei auftretenden oder vorhandenen Krankheiten natürliche Heilungsprozesse in Gang zu setzen. Wir arbeiten auf diesem Gebiet eng mit einem homöopathisch orientierten Arzt zusammen, der unsere Kinder/Jugendlichen/jungen Erwachsenen ebenso wie die betreuenden Erwachsenen versorgt. Es versteht sich von selbst, daß wir alle audio-visuellen Medien ablehnen, die zur Verkümmerung kindlicher Seelenimpulse führen können oder altersmäßig gezielt üben und einsetzen. Ziel unserer gemeinsamen Bemühungen ist entweder die Rückführung eines Pfleglings in seinen Familienverband oder sein Übergang in eine selbständige Lebensführung - sei es tatsächlich alleine oder in Anbindung an eine teil- oder rundumbetreuende Lebensgemeinschaft für Erwachsene. Die Grundlage für die Verselbständigung eines Pfleglings wird in stetigem Ringen um Festigung der einzelnen Persönlichkeit gelegt, das lebenstüchtig und selbständig machen soll, möglichst gesichert durch eine fundierte Schulausbildung bis hin zum Abschluß einer Berufsausbildung. Eine sinnvolle Elternarbeit bzw. Arbeit mit der Bezugsperson, ist für das Gelingen unseres Vorhabens unabdingbar! Durch gezielte Gespräche soll versucht werden, den Eltern/Erziehungsberechtigten unser pädagogisches Anliegen näher zu bringen. Eine Aufarbeitung gestörter Beziehungen zwischen den Beteiligten wird den Prozeß der gemeinsamen Bemühungen von außen helfend beeinflussen. |


